Metzgerin Dolora wartet auf die Anlieferung ihres Schlachtebers. Nachdem er eingetroffen ist, klemmt sie seinen Kopf zwischen ihre Oberschenkel und prüft sein Fleisch. Danach treibt sie ihn ins Schlachthaus, bindet ihn dort fest, stellt ihren rechten Fuß auf seinen Rücken und drückt ihn mit voller Kraft zu Boden. Damit das Fleisch ihres Ebers zarter wird, tritt die Metzgerin den am Boden liegenden Schweinekörper mit ihren Stiefeln vor dem Schlachten gnadenlos weich. Für den Eber ist diese Tretkur zwar sehr unangenehm und schmerzhaft, wichtiger ist jedoch, dass seine Metzgerin Dolora zartes Fleisch auf ihren Teller bekommt. Diese Quälerei muss er einfach tapfer und geduldig ertragen, um überhaupt einen Platz als Lieblings-Schlachteber in ihrem Herzen zu bekommen, auch dann, wenn Metzgerin Dolora seine unverdaulichen Überreste längst ausgesch… und durchs Klo weggespült hat. Ließ sich darüber hinaus sein Fleisch von der Metzgerin gut zerkauen und angenehm verdauen, hat er vielleicht das große Glück, von ihr in den erlauchten Kreis ihrer Lieblingsspeisen aufgenommen zu werden und so zusätzlich bei ihr in guter Erinnerung bleiben zu dürfen.

Eber Wolfgang